Verbraucherinsolvenz

Verbraucherinsolvenzverfahren



Wenn keine Lösung im außergerichtlichen Bereich verhandelbar sein sollte oder Ihre Gläubiger mehr von Ihnen wollen,
als Sie zahlen können, kann dieses Verfahren eine sinnvolle Regelung bieten.

Die 3 Schritte im Verbraucherinsolvenzverfahren

Schritt 1

Außergerichtlicher Einigungsversuch

Schritt 2

Der Insolvenzantrag

Schritt 3

Restschuldbefreiung

DIE 3 SCHRITTE IM EINZELNEN

Außergerichtlicher Einigungsversuch

Gemäß Insolvenzordnung (InsO) muss allen Gläubigern ein Schuldenbereinigungsplan vorgelegt werden, der mindestens den pfändbaren Betrag aus Ihrem laufenden Einkommen nach Pfändungstabelle anbietet. Sollten Ihre Gläubiger nicht mehrheitlich zustimmen, so gilt der Einigungsversuch als gescheitert (grob vereinfacht) und die Voraussetzung zur Stellung eines Insolvenzantrags wären gegeben.

Über diesen Weg haben Sie auf jeden Fall die Sicherheit, dass Ihre Gläubiger nicht mehr nach „Lust und Laune“ bei Ihnen pfänden können (gilt auch für das Finanzamt und die Krankenversicherung!) und sich künftig mit dem pfändbaren Anteil aus Ihrem laufenden Einkommen begnügen müssen.

Der Insolvenzantrag

Mit einer Bescheinigung nach § 305 InsO wird der außergerichtliche Schuldenbereinigungsplan Bestandteil des Insolvenantrags und kann nach drei Wochen (ab dem Scheitern des Plans) beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden.

Das Insolvenzgericht bestimmt nun einen Insolvenzverwalter, der Sie über die Dauer des Verfahrens „begleiten“ wird. Vorsicht: Der Insolvenzverwalter muß die Interessen der Gläubiger vertreten und wird daher immer ein Auge auf Ihre Einkünfte haben. Wir bieten Ihnen auch hierbei unsere professionelle Unterstützung an, damit Sie auch wirklich wieder „ruhig schlafen“ können!

Restschuldbefreiung


Natürlich haben Sie auch einige Pflichten, um nach Beendigung des Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung zu erhalten. Keine Sorge, wenn Sie sich an die Spielregeln halten, kann Ihnen auch ein „bösartiger“ Gläubiger keine Steine mehr in den Weg legen.

Die wichtigsten Pflichten haben wir im Infokasten für Sie zusammengefasst:

Natürlich müssen Sie auch Ihren Teil zur Schuldenbereinigung beitragen, indem Sie zumutbarer Arbeit nachgehen und den daraus pfändbaren Anteil an den Insolvenzverwalter abführen. Falls Sie derzeit oder im Verfahren arbeitssuchend sein sollten, haben Sie sich um einen Arbeitsplatz zu bemühen und müssen dies auch nachweisen.

Auf keinen Fall dürfen Sie an Ihre Gläubiger nach Erföffnung des Verfahrens noch Zahlungen leisten, auch nicht an nahestehende Personen! Wenn der Insolvenzverwalter oder ein Gläubiger hierüber Kenntnis erhalten würde, wird die Restschuldbefreiung dann nicht mehr erteilt und der gesamte bisherige Aufwand wäre umsonst gewesen!

Im Falle einer Erbschaft sind Sie verpflichtet, dies Ihrem Insolvenverwalter sofort mitzuteilen. Laut Gesetz sind jedoch nur 50% des Wertes der Erbschaft zur Schuldenregulierung einzusetzen, die andere Hälfte bleibt bei Ihnen!