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Geld zurück für Lehmann-Opfer!

Submitted by on 27. November 2009 – 12:202 Comments

Endlich Lichtblick für Tausende Geschädigte!

Nach der Hamburger Sparkasse gibt sich nun auch die Frankfurter Sparkasse kulant gegenüber ihren teilweise um ihr ganzes Vermögen gebrachten Kunden. Den ca. 5.000 Betroffenen bietet die Sparkasse nun im Durchschnitt eine Rücknahme der wertlosen Papiere bis zu einem Kurs von 50 Prozent des Nominalwertes an. In Einzelfällen hatte die Sparkasse sogar 75 bis 100 Prozent der Einlagen zurückerstattet.

40.000 Betrogene in Deutschland

Die Rekordpleite der einstigen Vorzeigebank der USA hatte weltweit mehrere Milliarden Schaden verursacht, in Deutschland wurde aber fleissig weiterverkauft. Als sich der Bankberater der Hausbank meldete, er hätte da eine tolle Anlagegelegenheit, schöpften die meisten Anleger noch keinen Verdacht. Zumal sie auch nicht wissen konnten, dass die hohen Provisionen die Banker dazu veranlasst hatten, ihren zumeist ahnungslose Kunden, die Pleitepapiere anzudrehen. Stellvertretend für die Vielzahl der Anfragen, die wir seit dem Bekanntwerden des Skandals um die Lehmann Brothers erhielten, sei der Fall einer Lehrerin nachfolgend kurz geschildert.

Satte Rendite kurz vor der Pension

Als die Bankbetreuerin Marita P. (Name von der Red. geändert) anrief und ihr mitteilte, sie hätte da eine ganz tolle und sichere Anlagemöglichkeit, war die Lehrerin aus München natürlich zunächst ganz angetan. Schließlich hatte ihr die Beraterin in der Vergangenheit stets gute Anlagetipps gegeben. Und dann kam der doch so deutsch klingende Name der New Yorker Investmentbank ins Spiel, das schaffte zusätzlich Vertrauen. “Gut”, dachte sich die Münchnerin, die eher zum konservativen Anlegerkreis zuzurechenen ist, “dann lege ich meine 65.000 Euro noch schnell gut an, bevor ich in zwei Jahren in Pension gehe”.

CITI-Bank mauert

Mit Sicherheit wusste die Bankerin, was sie ihrer Kundin da andrehen musste, der bankinterne Druck war einfach zu gross. Entweder verkauft sie ihren ahnungslosen Kunden die inzwischen wertlos gewordenen Papiere oder sie muss bei Ihrem Vorgesetzten zum Rapport antreten und erklären, warum sie denn so wenig verkaufe. Als die Münchner Lehrerin dann von der schockierenden Nachricht erfuhr, dass all ihr hart erspartes Geld nunmehr plötzlich nicht mehr da sei, brach natürlich eine Welt für die inzwischen 59-jährige zusammen. Sie wollte das Geld für ihren Lebensabend verwenden, träumte von einem kleinen Häuschen irgendwo im Süden und dann der Totalverlust! Nach den uns vorliegenden Unterlagen wurde dabei von der Bank bewusst die Risikoklassifizierung ignoriert und mit einem bereits vorgefertigten Beratungsbogen operiert, den Tausende von unerfahrenen Kleinanlegern unterschrieben hatten.

“Gut”, dachte sich auch die Bank, “dann sind wir bei einer anschließenden Gerichtsverhandlung aus dem Schneider”. Auf dem Kulanzwege war bei der CITI-Bank nichts mehr zu erreichen, so blieb Marita P. lediglich der Weg über eine Klage. Leider bekam bis heute nur ein kleiner Teil der Anleger vor Gericht Recht, zumeist nur diejenigen, die bedürftig, alt oder schwer krank waren. Lediglich in Einzelfällen wurde von der CITI-Bank und von der Hamburger Sparkasse aus freien Stücken Teile der angelegten Beträge zurückerstattet.

Vorsicht bei Rücknahmeangebot

Mit einem Gesamtvolumen von ca. 40 Millionen Euro bietet die Frankfurter Sparkasse das bis heute größte Rücknahmeangebot in Deutschland an. Doch Vorsicht ist auch hier am Platze! Wie die Verbraucherzentrale Hessen mitteilt, könnten die im Anlagegeschäft unerfahrenen Kunden u.U. mehr als die angebotenen 50 Prozent herausholen, hier ist immer erst ein fachkundiger Rat hinzuziehen. Die Rücknahmeaktion des hessischen Finanzinstituts läuft noch bis zum 22. Dezember – das bietet vielen Geschädigten vielleicht doch noch die Aussicht auf ein schönes Weihnachtsfest!

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